Meine jüngste Therapie



Liebe Patienten!

In diesem Artikel versuche ich meine alte/neue, einfache Krebstherapie und ihren theoretischen Hintergrund so darzustellen, dass man sie leicht verstehen kann. Sie beruht auf der Arbeit von Professor Thomas SEYFRIED, meinen Schlussfolgerungen daraus und aus meinen langjährigen Erfahrungen als Krebs-Therapeut.

Da ich jetzt 70 Jahre alt bin und all die aufwändigen Krebsbehandlungen selber nicht mehr machen wollte und somit seit 2 Jahren auch nicht mehr mache, bin ich auf etwas recht Einfaches gestoßen, wie ich ohne viel Aufwand Krebspatienten weiterhin betreuen kann. Es war schon längere Zeit vor meinen Augen gelegen, ohne dass ich den Wert dieser Sache erkannt hätte.

Wie wird aus einer gesunden Zelle eine Krebszelle?

Es beginnt mit dem Umstand, dass eine Zelle Energie von ungefähr 56 kj/Mol (die Bezeichnung ist nicht wichtig, es sind Kilojoule pro Mol, aber die Zahl von etwa 56 ist wichtig) produzieren muss, um lebensfähig zu sein und um ihre jeweiligen Aufgaben erfüllen zu können.

Eine gesunde Zelle produziert diese Energie ganz locker mittels "Atmungskette", wobei der eingeatmete Sauerstoff verbraucht wird und Wasser plus CO2 als Abfall entstehen und in der Lunge abgeatmet werden. Diese Energieproduktion geschieht in den sogenannten Mitochondrien; das sind bakterienähnliche Energie-Produktions-Maschinchen, welche sich in der Zelle befinden.

Krebs kann von vielen Schädigungen hervorgerufen werden. Einige Beispiele sind: chronische Infektion als ständiger Reiz; Chemikalien; Strahlung; Vitaminmangel; schlechtes Darm-Milieu; Elektrosmog; Parasiten; Pestizide; Impfungen; Rauchen; etc., um nur einige zu nennen. Auch psychische Faktoren spielen eine große Rolle. Alle diese Umstäe haben eines gemeinsam: Immer fühlen sich die Zellen in ihrem Überlebensdrang bedroht, so dass sie beginnen, auf eigene Rechnung zu überleben. Ich beschreibe jetzt, wie alle diese Schädigungen auf biologischer Ebene schließlich zu Krebs führen:

Alle diese schädigenden Einflüsse führen dazu, dass die Mitochondrien nicht mehr die benötigte Energie von 56 kJ produzieren können. Wenn dies geschieht, werden viele unterschiedliche Mechanismen wachgerufen, damit die Zelle andere, zusätzliche Möglichkeiten installiert, um Energie zu produzieren, so dass sie am Leben bleiben kann. Dies eröffnet jedoch die Tür für beginnendes Unheil, nämlich dass die "Vergärung" von Glucose mit der Zeit zur hauptsächlichen Energiequelle wird:

Diese Skizze (aus der Arbeit von SEYFRIED) zeigt, dass die "Oxydative Phosphorylierung" (also die richtige Energiegewinnung) bergab geht und die SLP (zu Deutsch: Phosphatketten-Phosphorylierung) hochreguliert wird. Das Grüne stellt die korrekte Zellatmung dar, während das Rote die Ersatz-Energie darstellt. Die Zelle muss das Rote hochregulieren, damit sie weiterhin ihre benötigten 56 kJ produzieren kann. Gelingt es ihr nicht, dann stirbt die Zelle an Energiemangel, was die meisten Zellen in dieser Situation tun werden. - So gesehen ist es die fähigere Zelle, die überlebt, weil sie den Reservestoffwechsel hochregulieren kann, aber unglückerweise ist das dann die Krebszelle. Denn durch die selben Mechanismen, durch welche dieser Reserve-Stoffwechsel hochreguliert wird, werden Gen-Veränderungen hervorgerufen, wodurch die Zelle alle Charakteristika der Krebszelle bekommt, nämlich:

  1. Selbstversorgung von Wachstums-Signalen
  2. Fehlende Sensibilität zu Signalen von Wachstums-Hemmern
  3. Entkommen von programmiertem Zelltod (Apoptose)
  4. Unbegrenzte Fähigkeit zu Wiedervervielfältigung
  5. Selbstversorgung von Blutzufuhr (Angiogenese)
  6. Die Invasion in Gewebe und Metastasen.

(Die 6 Markenzeichen des Krebses, "Hallmarks of cancer" nach Hannah und Weinberg)

Um all die Mechanismen nachzulesen, welche zu den Genveränderungen führen, so dass die Zelle aufhört, ordnungsgemäß zu funktionieren und zur Krebszelle wird, bitte ich Sie, die Arbeit von Seyfried zu lesen; ich habe sie für Sie übersetzt. Hier werden diese Verhältnisse nur in aller Kürze und Einfachheit dargestellt, damit man meinen Therapieansatz - bestehend aus zwei Faktoren - rasch verstehen kann.

Es ist noch hervorzuheben, dass zusätzlich zu dem Umstand, dass eine Zelle ohnehin sterben würde, wenn die oxydative Phosphorylierung zu Energieproduktion (in der Skizze grün) nicht ausreicht, zur Sicherheit ein weiterer Tötungsbefehl in den Genen vorhanden ist, um eine fehlerhafte Zelle zu töten ("Apoptose"). Dieser Tötungsbefehl ("Apoptose-Befehl") kann und wird mit hoher Wahrscheinlichkeit jedoch genauso wie andere Gen-Muster zerstört, wenn es zum Gen-Durcheinander kommt, welches als Folge des Hochregulierens der PKP (Phosphatketten-Phosphorylierung = Gärung; in der Skizze rot) entsteht. Auf diese Weise entsteht eine nicht funktionierende Zelle, die trotzdem weiterlebt, sich aber nicht um ihre Aufgaben kümmert: die Krebszelle.

Ernährung

Nun ist jedoch dieses Hochregulieren der Phosphatketten-Phosphorylierung (Gärung) mit einem hohen Verbrauch von Glucose verbunden. Glucose (Blutzucker) ist der Energiespender für die Zellen. Mit der "ordnungsgemäßen" Oxydativen Phosphorylierung (Atmungskette) wird aus einem Molekül Glucose etwa 16-mal so viel Energie gewonnen als mit der hochregulierten Gärung. Dieser neue Stoffwechsel der Krebszelle benötigt also etwa 16 Mal so viel Glucose!! - Dies hat eine sehr große Bedeutung, weil man nun mittels einer konsequenten Ernährungs-Umstellung natürlich das Angebot an Glucose stark einschränken kann. Dies erfordert einiges an Selbstdisziplin und Konsequenz von Seiten des Patienten, denn man muss nicht nur auf den Zucker verzichten, sondern auf alles, aus dem Zucker erzeugt werden kann, nämlich jede Art von Kohlenhydraten. - Nicht nur, dass dies Selbstdisziplin erfordert, es erfordert auch ein sehr gutes Verstehen der Zusammenhänge und schlaues Vorgehen, so dass man sich einerseits gut ernährt und anderseits dem Krebs möglichst konsequent die Nahrung entzieht. Dies ist eine sehr spezielle Diät, bekannt unter "ketogene Ernährung". Allerdings ist sie ein wenig individuell einzustellen, also jede Person braucht ihre eigene Variante, die sie innerhalb der notwendigen Grenzen am besten selber herausfindet.

Weil es gutes Verstehen von Seiten des Patienten benötigt, beschreibe ich es hier so genau wie möglich und empfehle zudem, die übersetzte Arbeit von Seyfried UND einschlägige Bücher wie "Ketogene Ernäung bei Krebs" zu lesen (bei Amazon erhältlich).

Diese ketogene Diät schneidet also der Krebszelle die Nahrung weitgehend ab. Die konsequenteste "ketogene Diät" wäre das Fasten wie etwa bei der Breuss-Kur, aber das kann man nicht für immer machen, sondern höchstens für 6 Wochen - und da ist man am Ende schon sehr geschwächt! Ich rate in vielen Fällen nicht zu den 6 Wochen, sondern nur zu etwa ein bis zwei Wochen Fasten, wobei man danach zu einer schlauen, individuell eingerichteten ketogenen Ernährung übergehen sollte. Beim Fasten wird das körpereigene Fett abgebaut und zu Ketonen verarbeitet, welche dem Körper zur Ernährung dienen - jedoch NICHT der der Krebszelle! Das ist der Trick. Ketone sind sogar effizientere Energiequellen für den Körper, aber die Krebszelle kann diese NICHT gebrauchen. Sie hat sich so auf Glucose-Vergärung als einzige Energieproduktion eingestellt, dass sie vollständig davon abhängig geworden ist1. Wenn man nach dem einführenden Fasten langsam beginnt, Fett zuzuführen, kann man das Abbauen des körpereigenen Fettes verhindern und durch das zugeführte Fett ersetzen. Dies geschieht mittels der ketogenen Ernährung.

"Ketogen" bedeutet, dass sogenannte "Ketone" entstehen. Das sind einfach nur die Zwischenprodukte, wenn Fette abgebaut werden, um der Energieproduktion zugeführt zu werden.

Das beste Buch dafür ist "Ketogene Ernährung bei Krebs", erhältlich bei Amazon. Ich sage jedoch gleich dazu, dass man nicht zu viel tierische Proteine (Fleisch) essen darf, weil dies erfahrungsgemäß beim Krebs nicht gut tut und weil der Körper auch aus Fleisch Glucose herstellen kann. Fett ist dabei das hauptsächliche Nahrungsmittel; bitte lesen Sie das andernorts nach!

Therapie für die Mitochondrien

Dies ist ein notwendiger zweiter Schritt, dem wir bisher noch nicht genügend Beachtung geschenkt haben: Mit der Umstellung der Ernährung decken wir also ab, dass der Krebs kaum Nahrung bekommt, also nicht genug, um die "56" aufrecht zu erhalten. - Aber wir haben besprochen, dass ursprünglich die Schwäche der Mitochondrien zum Krebs geführt hat. Man muss also die Mitochondrien im Körper möglichst auf Vordermann bringen. Das ist also sogar noch die ursprüchlichere Therapie als die ketogene Kost.

Wenn wir zu der obigen Skizze zurückkehren, so können wir erkennen, dass man eigentlich zwei Dinge tun muss, nämlich a) die Aufwärts-Entwicklung der roten Linie zu stoppen und b) das Bergabgehen der grünen Linie gar nicht zuzulassen oder dies gar rückgängig zu machen. Den Punkt a) bedienen wir mit der ketogenen Ernährung, aber dieser zweite Therapie-Schritt dient dazu, dass die Zellen ihr Energieniveau mittels der RICHTIGEN Energiegewinnung erzielen können, die grüne Linie NICHT bergab geht und somit keine Notwendigkeit besteht, den Krebs-Stoffwechsel (Vergärung der Glucose zu Milchsäure) als Ersatz einzurichten.

Forschungsergebnisse zeigen auch, dass gut funktionierende Mitochondrien sogar Krebszellen zu gesunden Zellen zurückformatieren können!

Die Mitochondrien auf Vordermann zu bekommen, ist also eine Notwendigkeit; ich erreiche dies mit meiner Basisregeneration. - Was ist das?

Meine ursprüngliche Basisregeneration ( = "grundlegendes Wiederaufleben-Lassen") war für Leute mit schlechtem Allgemeinzustand gedacht; sie bestand aus 1) Ernährungskorrektur - meist nur dass die Patienten jeglichen Industriezucker weglassen mussten; 2) genügend breit aufgestellte Vitamine zum Schlucken, und 3) die kleine Eigenblut-Injektion mit Ozon.

Seltsamerweise habe ich die Therapie schon vor 30 Jahren erfunden. Ich habe damit bereits gearbeitet, als ich noch kaum Krebspatienten hatte, nämlich um den Menschen mehr Energie zu geben und ihre Gesundheit zu erhöhen - wobei alle möglichen Krankheiten und Halbkrankheiten verschwunden sind. Ich habe nicht viel darüber nachgedacht, habe mich nur gefreut, dass es so gut funktioniert. Die meisten Patienten haben sich bereits nach einigen wenigen Spritzen voller Energie gefühlt - Warum? - Weil ich damit ihre Energieproduktion rasch auf Vordermann gebracht habe!

Über das wirkliche Wie und Warum habe ich mir nie den Kopf zerbrochen, bis ich diese Arbeit von SEYFRIED studiert, übersetzt UND Vorträge darüber gehalten habe. Speziell bei den Vorträgen wurde mir immer klarer, dass ich mit der Basisregeneration die Leistungsfähigkeit der Mitochondrien wiederhergestellt und notfalls extrem nach oben gepuscht habe, so dass sich die Patietnen rasch besser und energiereicher gefühlt haben - und dass dies nun natürlich auch eine hervorragende Therapie für Krebspatienten sein muss.

Zusätzlich zu diesen theoretischen Überlegungen habe ich bemerkt, dass der Krebs bei denjenigen Krebspatienten besonders lange nicht wiedergekommen ist, denen ich die Basisregeneration (ursprünglich nur zum Zweck des besseren Allgemeinzustandes während und nach Chemotherapie) später kontinuierlich weiter gemacht habe. Sie sind von selber weiterhin gekommen, weil sie gespürt haben, dass es ihnen damit besser ging. Derzeit habe ich einige Patienten, die dauernd für diese Spritze kommen (1 x pro Woche oder alle 2 Wochen) und bei denen der Krebs nicht wächst. - Ohne es zu wissen hatte ich ihnen eine einfache, hervorragend funktionierende Krebstherapie gemacht, ursprünglich nur, um den Allgemeinzustand anzuheben. Jetzt aber ist mir klar, dass dieses Verfahren mitten in das Wesen des Krebses trifft, nämlich in effektiver Weise gegen das Versagen der Energieproduktion der Mitochondrien wirkt.

Was "Ozonbehandlung" anbelangt. Die meisten Therapeuten machen Ozontherapie, indem sie das Blut anreichern und dann zurück in die Vene fließen lassen, oder sie ozonisieren eine Kochsalzlösung zur Infusion und ähnliche Verfahren. Diese "kleine Eigenblut-Injektion mit Ozon" hat sich für mich als das bei weitem Effektivste herausgestellt. Sie wird intramuskulär verabreicht, so dass der Organismus zur Aktivität und Reparatur gezwungen wird, was bei den anderen Verfahren nicht der Fall ist.

Zusammenfassung

Meist liegt in der Einfachheit am meisten Wahrheit: All die teuren (alternativen) Therapien, Infusionen etc. sind bei weitem weniger wirksam, als diese beiden Methoden zusammen zu legen, nämlich a) dem Krebs die Nahrung abzuschneiden (wie oben beschrieben mittels ketogener Ernährung) und b) mittels der kleinen Eigenblut-Injektionen mit Ozon den Mitochondrien wieder zu ermöglichen, ihre 56 kJ/Mol auf die korrekte Art zu produzieren, so dass die Zellen keine Zuckervergärung als Zusatz oder Ersatz einzurichten brauchen! Zu diesem Verfahren gehören natürlich auch Vitamine (Nahrungsergänzung, Mikronährstoffe), die man durchaus als Präparate einfach schlucken kann. Denn die korrekte Energieproduktion (Atmungskette) in den Mitochondrien kann nur im Beisein der Vitamine des B-complexes reibungslos vor sich gehen.

In der praktischen Durchführung ist es keine große Sache, nur einmal in der Woche oder gar nur alle zwei Wochen zu einer Injektion zu kommen. Das bedeutet sehr wenig Aufwand, weder für den Patienten noch für den Arzt (speziell für mich als Halb-Pensionist). - Und dennoch ist es eine sehr effektive Therapie!

In akuten Fällen wird das natürlich nicht als Krebstherapie genügen, sondern man wird, speziell am Beginn "schulmedizinische" Verfahren anwenden müssen, um den Krebs zu minimieren. Speziell nach erfolgreicher Chemotherapie gilt es natürlich, den Krebs unten zu halten, anstatt einfach nur zu warten, bis er wieder groß geworden ist. Das ist die beste Zeit, diese Therapiekombination von "ketogener Diät" mit "Basisregeneration" zusammenwirken zu lassen. Aber auch das Gift der Chemotherapie ist eine starke Attacke gegen noch gesunde Mitochondrien, so dass diese zweite Therapieschiene (Basisregeneration) eigentlich fast zu jeder Zeit notwendig ist, um im Organismus korrekte Energie-Verhältnisse wiederherzustellen und diese intakt zu halten.


Fußnote 1: Leider gibt es Tumore, welche statt Glucose auch Glutamin zu Energie umwandeln können, was ein Schlupfloch bei unserer Therapie bedeutet. Aus diesem Grunde gibt es Tumore, die auf die oben beschriebene Therapie nicht gut genug ansprechen.